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21 Jan

Wie Sie Unterkühlung bei Arbeiten in der Höhe vermeiden

Bühneneinsatz im Winter

Unterkühlung, oder auch Hypothermie, ist ein Phänomen, das jedem passieren kann. Oft tritt es auf, wenn ein Mensch in kaltes Wasser fällt. Aber: Auch auf dem Festland ist Unterkühlung ein Risiko.

Gerade bei langem Aufenthalt im Freien bei kaltem Wetter müssen Vorkehrungen getroffen werden, um eine Unterkühlung und die damit verbundenen Risiken zu vermeiden. Bei Arbeiten auf einer Hubarbeitsbühne im Freien ist das Risiko einer Unterkühlung besonders hoch. Der Grund ist, dass die Lufttemperatur sinkt, je mehr man mit der Hubarbeitsbühne in die Höhe fährt. Bei trockener Luft beträgt der Rückgang etwa 1 Grad pro 100 Meter, was zwar nicht viel erscheinen mag, aber einen signifikanten Unterschied im Unterkühlungsrisiko ausmachen kann. Dieses Risiko steigt weiter an, wenn die Luft nicht trocken ist und Nebel oder Regenwetter herrscht.

Ohne es zu merken, produziert und verliert jeder Mensch Wärme. Wenn der Wärmeverlust größer ist als die Wärmeproduktion, sinkt die Körpertemperatur. Besonders bei windigem oder regnerischem Wetter erfolgt die Abkühlung des Körpers sehr schnell.

Erste Anzeichen einer Unterkühlung

Die erste Phase der Unterkühlung ist die Gänsehaut. In der zweiten Stufe beginnt eine Person zu zittern und die Glieder werden langsam steif. Im nächsten Schritt wird eine Person so schläfrig und langsam, dass die Leistung und die Feinmotorik stark beeinträchtigt werden kann. Wenn dieses Stadium erreicht ist, ist eine verminderte Koordination und Urteilsfähigkeit die Folge. Die Sprachfähigkeit verschlechtert sich, und der Körper beginnt aufgrund seiner niedrigen Temperatur langsam abzuschalten. Schließlich können sich die Muskeln versteifen, sodass kaum noch Kraft in den Armen und Beinen vorhanden ist. Unterhalb von 32 Grad Celsius Körpertemperatur tritt Bewusstlosigkeit auf und bei 28 Grad Celsius verursacht sie einen spontanen Herzstillstand.

Vorbeugung von Unterkühlung

Durch die Wahl der richtigen Kleidung und Ausrüstung kann eine Unterkühlung verhindert werden – insbesondere bei Arbeiten in der Höhe. Die Arbeiter sollten ausreichend warme Kleidung wie Thermounterwäsche, eine Fleece-Zwischenschicht und eine wasser- und winddichte sowie atmungsaktive Außenschicht oder einen Wärmeoverall tragen. Es ist auch wichtig, den Kopf gut zu schützen, da er eine relativ große Oberfläche hat und über ihn viel Wärme verloren geht. Daher ist es ratsam, einen warmen Helm zu tragen.

Neben der Wahl der Kleidung ist es notwendig, Maßnahmen für den Notfall im Voraus sicherzustellen. Stellen Sie sicher, dass Sie beispielsweise über ein Handy Hilfe holen können und dass es Kollegen in der Nähe gibt, die wissen, dass jemand in der Höhe arbeitet und im Notfall eingreifen können. Insbesondere müssen die Kollegen wissen, wie der Notablass aktiviert werden kann. Tragen sie außerdem unbedingt einen Sicherheitsgurt, damit Sie nicht aus der Plattform fallen können, wenn Sie das Bewusstsein verlieren.

Wie Sie sich vor Unterkühlung schützen können, lernen Sie außerdem in den Schulungen unserer Riwal-Akademie.

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